Art style

Jean Tinguely gilt als Hauptvertreter der kinetischen Kunst und als Künstler des Nouveau Réalisme. Bekanntheit erreichten seine beweglichen maschinenähnlichen Skulpturen und Reliefs.

About

Mit dem Umzug der Familie im Jahr 1925 von Freiburg nach Basel wuchs Jean Tinguely im Gundeli-Quartier auf. In den Jahren 1941 bis 1944 absolvierte er eine Ausbildung zum Dekorateur und besuchte die Kunstgewerbeschule in Basel, wo er seine erste Frau Eva Aeppli kennenlernte. 1952 zieht das Paar nach Paris und 1955 ins Atelier in der Impasse Ronsin um, wo er u.a. Yves Klein und Niki de Saint Phalle kennen lernt. Mit Niki de Saint Phalle war er ab 1972 verheiratet, später heiratete er Michelin Gygax. Er pflegte weitere Künstlerbekanntschaften, hierzu zählen beispielsweise Daniel Spoerri oder Bernhard Luginbühl. In der anfänglichen Zeit arbeitete Tinguely als freischaffender Dekorateur, wo er erste Drahtfiguren erschuf. 1954 begann er die Figuren in Bewegung zu setzen. Es folgte eine erste Einzelausstellung in der Galerie Arnaurd in Paris sowie die Gruppenausstellung «Le Mouvement», wo er neben Marcel Duchamp, Alexander Calder ausstellte. Im Jahr 1960 tritt der Schweizer Künstler der Vereinigung der Nouveaux Réalistes bei. Während seine abstrakten Elemente von Kandinsky, Malewitsch und Herbin inspiriert sind, erinnern seine Zeichenmaschinen «Méta-Matics», die er 1959 patentierte und z.B. bei der ersten Biennale de Paris 1959 präsentierte, an den Stil von Pollock und Georges Mathieu. Tinguely beginnt zudem Fundstücke bzw. Schrott in seine Arbeiten zu verwenden. Aufsehen erregte seine Zerstörungsaktion «Homage to New York» im März 1960 in New York eines seiner autodestruktiven Kunstwerke. Es folgten daraufhin weitere solcher Aktionen, beispielsweise in Nevada, Dänemark oder Mailand. Jean Tinguely erreichte internationale Bekanntheit und war in zahlreichen internationalen Ausstellungen vertreten.

Ausstellungen (Auswahl):
1955 «Le Mouvement», Galerie Denise René, Paris
1959 Biennale de Paris
1959 «les Méta-Matics de Tinguely: les sculptures qui peignent», Galerie Iris Clert, Paris
1962 Dulyaby, Amsterdam
1963/64 «Expo», Lausanne
1964 documenta 3; 1968 documenta 4, 1977 documenta 6
1967 Weltausstellung, Montreal
1990 Moskau

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